Glossar

Ausschüttungsdeckung

Zeigt, wie oft die Ausschüttung aus dem freien Cashflow (nach Investitionen) gedeckt ist – Indikator für die nachhaltige Ausschüttungsfähigkeit.

Formel

Ausschüttungsdeckung = (Operativer Cashflow − Investitionen) ÷ Ausschüttung

Interpretation

Werte > 1.5× gelten als komfortabel gedeckt, 1.0–1.5× als knapp tragfähig, < 1.0× bedeutet: Ausschüttungen werden aus Substanz oder zusätzlicher Verschuldung finanziert. Bei kapitalintensiven EVU mit hohen Investitionen sind tiefe Werte ein Warnsignal. Fehlt der Peergroup-Wert in einem Jahr, hatten alle ausschüttenden EVU einen negativen freien Cashflow – die Ausschüttung wurde flächendeckend aus Substanz oder Fremdkapital finanziert. Diese Situation wird über die KPI „Ausschüttungs-Resilienz“ abgebildet.

Kontext aus Branchenreport 2025

Definition

Zeigt, wie oft die Ausschüttungen an Eigentümer (Dividende an Aktionäre, Ausschüttungen an die Eigentümer) durch den freien Cashflow gedeckt sind.

Interpretation

Im Jahr 2025 werden Gewinnausschüttungen grundsätzlich weder durch Substanzentnahme noch durch zusätzliches Fremdkapital finanziert.
Auffällig ist jedoch die breite Streuung der Ausschüttungspolitik. Während einige Energieversorger trotz negativer freier Cashflows Dividenden ausschütten, verzichten andere zugunsten hoher Investitionen vorübergehend auf Ausschüttungen.

Anmerkungen

Konzessionsabgaben stellen keine Gewinnausschüttung dar und bleiben daher unberücksichtigt.

Diese Kennzahl ist Teil des Branchenreports 2025 Schweizer Energieversorger.

Weitere Kennzahlen