Verschuldungsfaktor
Zeigt, wie viele Jahre operatives Ergebnis (EBITDA) nötig wären, um die Nettoverschuldung vollständig zurückzuzahlen – zentrales Mass für die Schuldentragfähigkeit.
Formel
Verschuldungsfaktor = Nettoverschuldung ÷ EBITDA
Interpretation
Bei EVU gelten Werte < 3.0× als solide, 3.0–4.5× als üblich für kapitalintensive Versorger, > 4.5× erhöhen Refinanzierungs- und Ratingrisiken. Steigende Faktoren deuten auf wachsende Verschuldung oder Margendruck hin.
Kontext aus Branchenreport 2025
Definition
Zeigt, wie viele Jahre operatives Ergebnis (EBITDA) nötig wären, um die Nettoverschuldung vollständig zurückzuzahlen. Eine wichtige Kennzahl für die Schuldentragfähigkeit.
Interpretation
Die Schuldentragfähigkeit der untersuchten Energieversorger kann grossmehrheitlich als gut bezeichnet werden. Viele EVU verfügen über keine Nettoverschuldung.
Die Verschlechterung trotz steigendem EBITDA zeigt die wachsende Verschuldung aus Investitionen, die bislang noch nicht ergebniswirksam sind (z.B. Fernwärmenetze).
Diverse Ausreisser weisen bereits heute einen Verschuldungsgrad von über 5 auf. Dies weist auf einen potenziell eingeschränkten finanziellen Handlungsspielraum hin.
Anmerkungen
Die Kennzahl berücksichtigt nur Unternehmen, die tatsächlich verschuldet sind (Schulden > Liquide Mittel). Ebenso wurden Unternehmen mit negativen EBIT aus methodischen Gründen nicht berücksichtigt.
